Reviews

"[...] Den Schluss des heutigen Klassikforums hier auf WDR 3 setzt nun Johann Sebastian Bach mit seinem Klavierkonzert Nr. 3 in D-Dur BWV 1054, und zwar in einer ganz besonderen, ganz neuen Aufnahme der Pianistin Schaghajegh Nosrati. Sie hat vor 2 Jahren ihre erste CD veröffentlicht mit der Kunst der Fuge, nachdem sie kurz vorher in Leipzig Preisträgerin des Internationalen Bachwettbewerbs gewesen war, und ich muss gestehen, dass mich diese Aufnahme damals rundum begeistert, fasziniert und überrascht hat. Gerade für mich als großen Glenn-Gould-Liebhaber ist es immer wieder schwer, Aufnahmen Bachscher Musik zu finden, die daneben einen eigenen, anderen Weg beschreiten, und genau das ist Schaghajegh Nosrati damals gelungen und gelingt ihr auch jetzt mit dieser Neuaufnahme dreier Bach-Konzerte, wieder bei dem Label Genuin. [...]

Drei Bach-Konzerte, die gerade bei Genuin erschienen sind und auf beeindruckende Weise ihr Bach-Spiel dokumentieren, das sie schon vor 2 Jahren in ihrem Debut mit der Kunst der Fuge unter Beweis gestellt hatte –und es zeigt sich eben, dass es jenseits des großen Bach-Pianisten Glenn Gould eben auch eine andere Wahrheit geben kann, einen anderen Weg, Bach zu interpretieren."

(Review of Nosrati´s second album "Keyboard concertos BWV 1052-1054" by Michael Stegemann on 11t of november 2017 on WDR3 Klassikforum)

"J.S. Bach always looms large in our office, but he´s especially on our mind as we begin our week-long survey of the most essential recordings of his work. Recently, we´ve added several new recordings to our library, all of which have the makings of future Bach classics. German pianist Schaghajegh Nosrati [...] returns to Bach for her second album (Genuin), performing three keyboard concertos with the Deutsches Kammerorchester Berlin. Her unhurried, considered approach is reminiscent of Murray Perahia´s canonical take on this repertoire, but Nosrati is by no means inhibited – her virtuosity shines through in the unexpected ornamentations she adds throughout the fleet finales of these masterpieces."

(Review of Nosrati´s second album "Keyboard concertos BWV 1052-1054" on WQXR, broadcast on 18th of september 2017)

(WAZ, 06.11.2016)
(WAZ, 06.11.2016)
(WAZ, 25.10.2016)
(WAZ, 25.10.2016)

"Wenn ein junger Pianist seine erste CD aufnimmt, dann finden sich darauf oft Komponisten wie Beethoven, Chopin, Liszt oder Rachmaninov. Ganz anders macht das die 1989 in Bochum geborene Pianistin Schaghajegh Nosrati. Sie spielte auf ihrem ersten Album kein gemischtes Programm aus Klassik oder Romantik, sondern Johann Sebastian Bachs „Kunst der Fuge“. Das ist eine sehr mutige Wahl, denn gerade dieses Stück gilt als eines der strengsten von Bach und wegen seiner komplizierten Kontrapunktik nicht gerade als publikumsfreundlich. Hört man aber Schaghajegh Nosratis Bach, dann verschwinden diese Bedenken schnell. Hier spielt eine überragende Pianistin, die weiß was sie will und die diese Musik nicht als höhere Mathematik betrachtet. Immer ist zu spüren, dass es der jungen Musikerin um den emotionalen und besonders auch um den spirituellen Gehalt von Bachs Kunst geht. Ich lade Sie jetzt ein zu einer musikalischen Meditation mit Johann Sebastian Bachs „Kunst der Fuge“. Hier kommen daraus zuerst die Contrapunkte 1-6, gespielt von Schaghajegh Nosrati. [...]

Sie konnten es gerade selber hören: die junge Frau spielt einen glasklaren, gleichzeitig aber auch einen sehr emotionalen Bach. Lässt man sich auf diese CD ein, dann entwickelt sich sehr schnell eine fast hypnotische Kraft des Musikmachens. Das liegt natürlich an Bachs großartiger Fugenkunst, aber zum großen Teil auch an der Interpretin. Schaghajegh Nosrati gelingt hier fast eine Quadratur des Kreises, denn sie findet zu einer idealen Mischung von Kopf und Bauch. Bei Bach reicht es ja nicht, mit schnellen Fingern oder Gedonner zu beeindrucken. Hier sind andere und tiefere Qualitäten gefragt. Unter Nosratis Händen fließt die Musik vollkommen natürlich, und man hat immer das Gefühl: So, und nicht anders muss Bach klingen. [...]

Ihre neue Aufnahme von Bachs „Kunst der Fuge“ bewegt sich auf allerhöchstem Niveau und ist die eindrucksvolle Visitenkarte einer jungen und sehr selbstbewussten Künstlerin. Der berühmte Pianist und Bach-Interpret András Schiff urteil über das Spiel seiner jungen Kollegin: ‚hochbeeindruckend und zutiefst bewegend‘. [...]

 

Die 27-jährige Pianistin hat hier ein fulminantes CD-Début hingelegt, das aus dem Rahmen fällt. Von dieser grandiosen und hochintelligenten Musikerin wird man bestimmt noch sehr viel hören. [...]"

(Besprechung der CD "The Art of Fugue" am 13.05.2016 von Wilfried Schäper auf Nordwestradio ("Nordwestradio in concert")

(Fono Forum, February 2016)
(Fono Forum, February 2016)
(American Record Guide, January/February 2016)
(American Record Guide, January/February 2016)
(Rivista musica, december 2015/ january 2016)
(Rivista musica, december 2015/ january 2016)
(http://rondomagazin.de/kritiken.php?kritiken_id=9374)
(http://rondomagazin.de/kritiken.php?kritiken_id=9374)
(HAZ, 12.11.2015)
(HAZ, 12.11.2015)

Klassikforum

„Es gehört sicher ein bisschen Mut dazu, wenn eine junge, gerade einmal 26 Jahre alte, Pianistin für ihre Debüt-CD ausgerechnet Bachs monumentale Kunst der Fuge aussucht. Die junge Pianistin heißt Schaghajegh Nosrati, iranischer Herkunft, in Deutschland aufgewachsen und mit ihrer ersten CD wirklich eine der ersten und großen Bach-Interpretinnen, die mir in den letzten Jahren begegnet sind. Sicher, sie ist Bach-Preisträgerin in Leipzig gewesen, aber das allein ist nicht Grund genug, denn das, was Nosrati gelingt, ist eine Art Quadratur des Kreises. Sie selber schreibt in ihrem Booklet-Text von der ‚mal berauschenden, mal meditativen‘ Wirkung, die dieses Werk (die Kunst der Fuge) seit Jahren auf sie ausübt, und genau das ist auch der Weg, den sie wählt: ein Weg, der völlig anders ist, als ihn andere gegangen sind– Glenn Gould, Evgeni Koroliov, Konstantin Lifschitz oder wer auch immer sich mit der Kunst der Fuge am Klavier beschäftigt hat. Schaghajegh Nosrati gelingt eine absolut eigenständige, souveräne Deutung, und ich möchte noch einmal ihren Plattentext zitieren: ‚Was vorher in Tönen erklang, setzt sich fort als Idee.‘ Besser kann man die Kunst der Fuge kaum beschreiben. [...]

Merken Sie sich diesen Namen, meine Damen und Herren: Schaghajegh Nosrati. Eine junge Pianistin, die gerade ihre Debüt-CD mit Bachs Kunst der Fuge vorgelegt hat und damit – für mich jedenfalls– [...] eine der eindringlichsten Bach-Interpretationen, die ich in den letzten Jahren gehört habe.“

(Besprechung der CD "The Art of Fugue" am 24.10.2015 von Michael Stegemann auf WDR3 Klassikforum)

(http://magazin.klassik.com/reviews/reviews.cfm?TASK=REVIEW&REID=16051)
(http://magazin.klassik.com/reviews/reviews.cfm?TASK=REVIEW&REID=16051)
(WAZ, 24.09.2015)
(WAZ, 24.09.2015)
Besprechung der CD "The Art of Fugue" im Magazin "Stereoplay" (10/2015) von Michael Stegemann
Besprechung der CD "The Art of Fugue" im Magazin "Stereoplay" (10/2015) von Michael Stegemann


Tonart-Klassik

"[...] Ein hochkomplizierter polyphoner Zyklus, den die Pianistin Schaghajegh Nosrati für ihr diskografisches Debüt ausgewählt hat. Eine mutige Wahl, aber auch eine, die überzeugt: Sie erweist sich als Meisterin der polyphonen Ver- und Entflechtung. Behält den dramaturgischen Überblick vom Ausgangskontrapunkt bis zur finalen Fuge und gestaltet auch in den virtuosesten Passagen mit höchst künstlerischer Klangkontrolle"

(Besprechung der CD "The Art of Fugue" am 21.09.2015 von Philipp Quiring auf Deutschlandradio Kultur)


WDR 3 Tonart

"[...] Mit einem außergewöhnlich schönen Klavierton durchleuchtet Schaghajegh Nosrati die komplexen Strukturen von Bachs epochaler „Kunst der Fuge“. Jeder Kontrapunkt erhält dabei seinen eigenständigen Charakter. Eingebettet in ein durchdachtes dramaturgisches Gesamtkonzept, spannt Nosrati meditativ und berauscht mit großer Anschlagsvariabilität einen Bogen vom Ausgangsthema bis hin zur fulminanten Quadrupelfuge. Ein außergewöhnlich reifes Debüt [...]"

Besprechung der CD "The Art of Fugue" am 04.09.2015 von Philipp Quiring auf WDR 3)


Auf allerhöchstem Niveau

"Schaghajegh Nosrati begeisterte das Publikum im Hof Jünger am Piano


KIRCHHELLEN. Mit den Worten "Ich beglückwünsche Sie, dass Sie den Sonntag bei uns im Hof Jünger ausklingen lassen", begrüßte Hermann Reinbold die Zuhörer des Klavierkonzerts im Theatersaal. Er hatte allen Grund dazu, denn gekommen war eine Ausnahmemusikerin, die junge Pianistin Schaghajegh Nosrati. [...] Die Pianistin begann mit Bachs "Chromatischer Fantasie und Fuge d-Moll", ein Werk im Toccata-Stil voller Virtuosität und Expressivität, so gespielt, dass man dabei die Augen schließen konnte und sich in die improvisatorische Tonwelt dieser reizvollen und einzigartigen Komposition Bachs fallen lassen konnte. [...] Nosrati spielte mit Freude und all ihrer musikalischen Seele. [...] Das galt auch für die Fantasie C-Dur op. 17 von Robert Schumann, nach dem Wunsch des Komponisten "fantastisch und leidenschaftlich vorzutragen", was Nosrati in wunderbarer Weise tat. [...] Das Konzert war ein einmaliges Erlebnis. [...]"


Von Prof. Dr. Werner Wenig

(Ruhr-Nachrichten, 14.04.2015)


Skrjabin im Integralkonzert

Von Stefan Pieper


RECKLINGHAUSEN [...] Die 1989 in Bochum geborene Pianistin Schaghajegh Nosrati vereint verschiedene Skrjabin-Werke zu einem faszinierenden Bogen voller Sinnlichkeit und erstaunlicher Reife. Dabei ist Nosrati spielerische Präzision immens. Damit leuchtet sie den ganzen Reichtum der hier vereinten Sonaten, Préludes, einer Fantasie und schließlich dem Stück "Vers la flamme" aus dem Jahr 1914 mit faszinierender Klarheit aus." [...]

(Recklinghäuser Zeitung, 20.01.2015)

 

Heidelberger Klavierwoche: Premiere mit Schaghajegh Nosrati

Zum dritten Male gastierte Schaghajegh Nosrati bei der Heidelberger Klavierwoche, nun eröffnete die persisch-stämmige Künstlerin diese Veranstaltungsreihe im gut besuchten DAI.

Von Rainer Köhl

 

Zum dritten Male gastierte Schaghajegh Nosrati bei der Heidelberger Klavierwoche, nun eröffnete die persisch-stämmige Künstlerin auf Einladung des Deutsch-Amerikanischen Instituts (DAI) diese Veranstaltungsreihe im gut besuchten DAI. Die ersten elf Kontrapunkte aus Bachs "Die Kunst der Fuge" musizierte sie im ersten Teil. Zu Beginn war ihr Ton und Anschlag noch etwas spröde und rustikal, dauerte es etwas, bis sie hineinfand in diese Welt der Klänge, die oft als tönende Mathematik bezeichnet wird. 

Die junge Pianistin aber machte große Musik daraus, vor allem durch die Kraft des Rhythmus. Ausgesprochen schwungvoll und tänzerisch agil formulierte sie die Verläufe. Die rhythmische Pointierung dieser Musik ist naheliegend, wenn man die Klavierfassung spielt. Dabei belebte die Pianistin eine reiche Ornamentik mit kräftigen Trillern und feinen Verzierungen, welche den tänzerischen Elan aufs Prachtvollste schürten. 

Schön verinnerlichte Lyrik entwickelte Schaghajegh Nosrati in den ruhigen Kontrapunkten, spannte weite Bögen großer Gesanglichkeit. Nach und nach drang sie dabei tiefer in das Geheimnis dieser Klänge ein. Jeder der Fugen gab sie eigenen Charakter, öffnete wunderbare Nuancen: versonnen, dann wieder übermütig und kapriziös, prall und saftig, den Charakter barocker Tanzsätze aktivierend. Dabei ließ sie die Einzelstimmen schönste Eigenständigkeit erlangen, ließ die Linien singen, tanzen, jubilieren, großes Leben gewinnen. Zunehmend führte die Pianistin in einen Sog hinein, einen Sog an Geheimnissen, Schönheiten und prallem Leben. 

Der 100. Todestag von Alexander Skrjabin jährt sich dieses Jahr im April, ein Komponist, den Schaghajegh Nosrati gleichfalls besonders liebt. Werke aus allen seinen Schaffenszeiten spielte sie nun: glasklar im Anschlag, eröffnete sie eine feine Poesie in den frühen Stücken, der Sonata-Fantasia und den fünf Préludes op.16, die noch deutlich unter dem Bann eines Chopin standen. Mit ausgesuchter Anschlagskunst brachte sie schönste Beseeltheit und Ausgeglichenheit ins Spiel. Reiches Gefühlsleben eröffnete die Pianistin mit geschmeidigem Rubatospiel und insistierenden Verdichtungen, bei schön abgetönten Valeurs. Die Pianistin hat eine superbe Technik, um auch die anspruchsvollen Schichtungen der reifen Werke klar und farbenreich zu gestalten und ihnen gleichfalls die nötige Energie zu geben - der neunten Sonate "Schwarze Messe" ebenso wie den Drei Stücken op.45. 

Dem Flammenden gab sie starke Insistenz. Gärende untergründige Spannungen verlieh sie "Vers la flamme" und ließ die klanglichen Mysterien beste Wirkung erlangen.

(Rhein-Neckar-Zeitung, 05.01.2015)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



(Westfalen-Blatt, 03.12.2014)

 

Virtuoses von Bach in hoher Vollendung

"Schaghajegh Nosrati brilliert im Historischen Rathaus mit den Goldberg-Variationen

[...] Selten zuvor dürften solch stimmgewaltige und von Farbenprächtigkeit strahlende Klavierakkorde die altehrwürdige Markthalle des Historischen Rathauses Höxter ausgefüllt haben wie an diesem heiligen Vorabend zum 1. Advent. Virtuoses von Bach in hoher Vollendung stand auf dem Programm. [...]

‘So hintergründig schön, wie heute Abend, habe ich dieses Werk noch nie erlebt‘, so die fachkundige Aussage einer musikalisch erfahrenen Zuhörerin. Und sie hatte recht! Was für ein Erlebnis. [...]

Die Goldberg-Variationen weisen halsbrecherische Intervalle auf. Für die Pianistin bedeutete es, die Notation vorher zu hinterfragen, jeden Ton zu formen, um jeder Variation einen neuen Kontrast zu geben. Schwerstarbeit war angesagt. Schaghajegh Nosrati ließ es sich kaum anmerken: Für sie war das improvisatorische Element eine Huldigung an Bach und an die dankbare Zuhörerschaft. Diese konnte es förmlich spüren: Hier hat die Künstlerin Lust an spielerischen Veränderungen mit freier, phantasievoller Entfaltung."

 

(Neue Westfälische, 02.12.2014)

 

 

Nosrati eröffnet Musikfreunde-Saision

"[...] Wunderbar natürlich singt und swingt ihr Spiel, etwa wenn sie die e-Moll-Partita BWV 830 unaufhaltsam fließen lässt und dabei diesen „Bach“ in den Tanzsätzen über unterschiedlich gearteten Untergründen aufspritzend staut oder quellwasserweich glättet. Einfühlsam kommt der sanfte Ernst im E-Dur-Präludium BWV 878 aus dem Wohltemperierten Klavier zur Geltung; und aufmüpfig widerhakend antwortet die Fuge darauf. Später im Programm wird der russische Bach-Verehrer Dmitri Schostakowitsch zu e-Moll und E-Dur Stellung beziehen, indem Nosrati dessen Präludium und Fuge op. 87 Nr. 4 bewegend seriös entwickelt. [...]

Um das Recital zu runden, ließen sich im Schaffen des großen Virtuosen Franz Liszt trefflichere Rückbezüge zu Bach finden, als sie die Rhapsodie espagnole zu bieten hat. Dafür staunt man aber gerne über das unanfechtbare manuelle Ebenmaß, mit dem Nosrati scheinbar mühelos technische Hürden nimmt und reich gestufte, nie grelle Farbtonwerte zaubert. Nach einer Liszt-Consolation ist es dann die zweite Zugabe, die dem reich applaudierten Abend doch noch wieder die Bach-Krone aufsetzt: Denn hinreißender kann man die Gigue der ersten Partita BWV 825 wohl kaum strömen lassen."

 

(Kieler Nachrichten, 14.09.2014)

 

 

Die Zukunft in guten Händen

"[...] am Abend spielen sie im Preisträgerkonzert Ausschnitte aus ihrem enormen Wettbewerbs-Repertoire. Dort mutet die Bühne im Großen Gewandhaus-Saal mit den vielen Mikrofonen, die sich um den Steinway, zwei Cembali und zahlreiche Notenpulte gruppieren, wie ein Tonstudio: MDR Figaro zeichnet das Konzert auf. [...]

Mit viel Beifall bedacht werden alle neun Gewinner, besonders reichlichen Applaus und Jubel gibt es verständlicherweise für die drei Ersten Preisträger [...], aber  auch die Zweitplatzierte im Fach Klavier, Schaghajegh Nosrati, die in den beiden Sätzen aus Johann Sebastian Bachs Konzert D-Dur BWV 1054 vom Mitteldeutschen Kammerorchester unter Andreas Hartmann begleitet wird, hier tief empfindet, differenziert gestaltet und damit das zweistündige Non-Stop-Programm mit der Gewissheit beendet, dass die Zukunft der Bachpflege bei den neuen Bachpreisträgern in guten Händen liegt."

 

(Leipziger Volkszeitung, 21.07.2014)

 

 

Musikalischer Gang durch ein Lebensalter

"Mit ihrer ebenso reifen wie klangschönen Deutung der Bachschen Goldberg-Variationen setzte Schaghajegh Nosrati vor zwei Jahren ein Glanzlicht in der Geschichte der Heidelberger Klavierwoche. Das war für DAI-Chef Jakob Köllhofer Grund genug, die junge deutsch-iranische Pianistin erneut einzuladen.

Die damaligen Bach-Eindrücke fanden dabei beste Bestätigung: Nosratis Wiedergabe der großen e-Moll-Partita BWV 830 bestach durch eleganten tänzerischen Esprit, wunderbar gesangliche Linienführung, feine polyphone Balance und - nicht zuletzt - unangestrengt mitteilsame Spielfreude. Als Bach-Interpretin ist die in Deutschland aufgewachsene Mittzwanzigerin ohne Zweifel eine der herausragenden Begabungen ihrer Generation. [...]

Unvergesslich bleiben wird die von Nosrati mit sensationeller Hingabe und Bravour absolvierte Hommage an den französischen Klavierexzentriker Charles Valentin Alkan - einen der vergessenen Jubilare des Vorjahres (200. Geburtstag). [...]

Meisterhaft gelangen der jungen Pianistin vor allem das kapriziös funkelnde Auftakt-Scherzo ("20 ans") und der zentrale "Quasi Faust"- Satz ("30 ans"), dessen dramatischen und pathetischen Furor sie mit atemberaubender technischer wie stilistischer Souveränität erlebbar machte. [...]

Alkans zarte kleine g-Moll-Barcarolle op. 65/6 und Bachs luftig pulsierende B-Dur-Partitengigue BWV 825 folgten als begeistert geforderte Zugaben."

 

(Rhein-Neckar-Zeitung, 08.01.2014)

 

 

Eine Wohltat für die Seele

"[...] Die Pianistin Nosrati eröffnet am Morgen das Konzert mit Johann Sebastian Bachs berühmten Goldbergvariationen. [...]

Nosrati hat sich offensichtlich bereits intensiv mit Bach auseinandergesetzt. Schon als 19-jährige beherrschte sie die "Kunst der Fuge" und auch beim "Debut um 11" verblüffte sie das Publikum.

Mit einer außergewöhnlichen Fingerfertigkeit gleiteten ihre Hände über das Klavier. Dabei bringt sie Melodien wunderschön hervor, und bemerkenswerterweise spielt sie alle 30 Variationen auswendig. Das kann nur eine echte Bachexpertin."

 

(Recklinghäuser Zeitung, 02.07.2011)